Der Dominikaner und seine Sprache: Gesagt – aber was war gemeint? 🏝️ Land und Leute auf der Dominikanischen Republik

Den meisten bekannt, benutzt die Dominikanische Republik Spanisch als Landessprache.

Und auch bei dieser Sprache ist es wie beim Englisch: Englisch in England oder Englisch in den USA hören sich unterschiedlich an und es gibt auch unterschiedliche Vokabeln, Begriffe und Bedeutungen.

Damit aber nicht genug, die Dominikaner haben nebenbei sogar einen ganz eigenen Wortschatz gebildet und Worten eine andere Bedeutung gegeben. Oder schlicht und einfach gibt es Worte die in keinem Duden oder Übersetzer zu finden sins. Grundsätzlich kann aber das, was man sagt und was damit gemeint ist, sehr von der Angabe im Wörterbuch variieren.

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Ich hab mir da eine kleine Hilfe in Form eines ganz besonderen Wörterbuchs zugelegt: Spanisch für die Dominikanische Republik, Kauderwelsch. Unter anderem bei Amazon zu bekommen

Hier hab ich euch mal eine kleine spezielle Auswahl zusammengestellt:

Chichi:

liebevoller Ausdruck für ein kleines Baby/Neugeborenes. Die Frage lautet: „Y el Chichi?“ -Und wie geht es der/dem Kleinen?

Chulo:

Hat eine doppelte Bedeutung. „Que Chulo“- wie fesch oder aber auch „was für ein Rüpel.“ Als “ Chulo“ bezeichnet auch den Zuhälter einer „Puta“(Prostituierten). Nicht zu verwechseln mit „Que culo“ das für „was für ein schönes Hinterteil(bei Frauen) steht…“

Colmado:

Damit gemeint sind kleine Tante Emma Läden, die man an jeder Ecke findet, wo man von der Aspirin Tablette über Damenbinden aber vorallem Rum und Bier anbietet. Ein kleines Einkaufsparadies für den täglichen Bedarf, Notfalleinkauf.

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Colmadon:

Fast genau wie oben, aber eher nur für den Kauf von Getränken. Hier sitzen die Dominikaner auch gerne zusammen um Domino zu spielen.

Coño:

ein typisches dominikanisches (Un)Wort, drückt vorallem Unzufriedenheit aus. Oder eben auch „Schei**e“ bis hin zu „A…loch“. Wird sehr häufig verwendet…

Concho:

Das ist die Kurzform von Motoconcho, gemeint der Fahrer eines Motorrad-Taxis, der auch gerne mal bis zu 5 Personen auf seinem fahrbaren Untersatz befördert.

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Canillas:

Eigentlich Übersetzung für ein Röhrenknochen, aber der Dominikaner bezeichnet so besonders dürre Beine, natürlich bei Frauen. Die hiesige Macho-Welt hat eine ganze Menge ungalante Worte in Ihrem Repertoire.

Grillo:

Richtig übersetzt ist es ein Insekt, eine Grille. Der Dominikaner bezeichnet so auch gerne eine besonders hässliche Frau!

Guagua:

Landestypisches Transportmittel. Kleiner Bus, eigentlich immer in einem sehr schlechtem technischen Zustand und immer deutlich überladen.

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Guapo / Guapa:

Schöner Mann, oder eine schöne Frau. Ist die Aussage in Dominikanischen Republik aber eine Frage. „Tu eres guapo/a“ dann heisst es nicht: “ hübsch oder ansehnlich, es ist dann eher folgende Bezeichnung: Bist Du sauer oder unpässlich?

Jablador:

Abgeleitet eigentlich von „Hablador“, gemeint eigentlich eine Person die viel redet. Der Dominikander bezeichnet damit eine Person die lügt; der man nicht glaubt.

La Bandera:

Bezeichnung für die Landesflagge. Bestellt ihr aber „La Bandera“ im Restaurant, so erhält ihr das typische dominikanische Tagesgericht bestehend aus Reis, Fleisch, und Salat. Natürlich darf dazu die typische „Habichuela“ nicht fehlen, die Sauce aus roten Bohnen.

Jumo:

Ableitung von Humo – Rauch / Nebel! Der domikanische Gebrauch auch für: „Ich bin benebelt oder eben betrunken.

Palomo:

Dieser Ausdruck beschreibt einen __ Idioten__. Es beschreibt was der Dominikaner von seinem Gegenüber hält.

Mamajuana:

Nein kein weiteres übles Schimpfwort, das mit Mama…anfängt. MitMamajuana bezeichnet man hier in der Dominikanischen Republik die Version Jägermeister.
Ein Gemisch aus speziellen Wurzeln, Hölzern und kleinen Kräutern – aufgegossen mit Rum, Rotwein und viel Honig. Der Dominikaner bezeichnet es gerne auch als „Viagra Doninicana“, dessen Übersetzung allen klar sein sollte…

Pariguayo:

Damit meint der Dominikaner eine Person die er als Narr bezeichnen möchte

PinPun:

Bedeutung für: Gleicht wie ein Ei dem anderen. Wenn sich zwei Personen oder Dinge sehr ähnlich sind.

 

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Pica Pollo:

Das sin Hühnerteile fritiert. Beliebt sind vorallem die Muslos (die Hühnerschenkel). Wer von euch gerne knabbert, der verlangt lieber nach den Alas (Flügel), wer mehr Fleisch möchte bestellt sich die Pechuga (Brust). Mit „Pico Pollo“ ist aber auch der Verkaufsladen gemeint

Ahorita

Findet ihr nirgends in einem Übersetzer. Bezeichnung für später oder nachher. „voy ahorita“ meint ich komme später, vielleicht aber eher meint der Dominikaner eigentlich nie.

Una nevera:

Schlicht un einfach ein Kühlschrank. Das Wort in Zusammenhang mit einer Frau ausgesprochen meint zwar nicht kühl oder frigide, sondern der Dominikaner vergleicht eher die Figur mit der eines Kühlschrankes…(gemeint sind Frauen mit breiten Schultern und keiner Taille.

Una Fria:

Ein Schild bei einem Colmado: „HAY FRIA“ bedeutet, dass ihr hier kaltes Bier bekommt (fria). Ohne weitere Bezeichnung bekommt ihr natürlich, wenn ihr nur „una fria“ bestellt, des Dominikaners liebstes Bier, ein kaltes Presidente. Oder ihr bestellt auch eine „Cerveza con cenisa“ bestellen. Wörtlich: Bier mit Asche. Gemeint aber ein ganz besonders kaltes Bier, wo die Flasche von aussen schon angefroren ist (Reifen am Glas), aber das Bier im Inneren noch nicht gefroren.

Cabrón:

Offiziell ein Ziegenbock, doch der Dominikaner hat dafür eine völlig eigene Übersetzung. Bastard ist noch die harmloseste Version davon; ein Stück Scheisse trifft es dann wohl eher! Mit dem Ausdruck Cabron, meint man eben, dass man die Person eben scheisse findet.

Ein paar besondere Hinweise zur Aussprache:

  • Ein doppelltes „L“ (Pollo) wird wie J oder JJ ausgesprochen – also Poj(j)o.
  • Ein H am Anfang wird überhaupt nie ausgesprochen oder betont. Es fällt einfach weg. Beispiel: Haiti wird dann einfach „Aiti „ausgesprochen. Oder „Hola“, der Hallo Gruss wird so zum einfachen Ola.
  • Das C wird entweder wie ein K ausgesprochen oder bleibt wie ein C. Abhängig was für ein Vokal folgt: A/O und U – hartes K. Bei E oder I ein weiches C.
  • Das „J“ spricht spricht der Dominikaner ebenfalls nicht so aus wie im Deutschen bekannt, das hört sich dann eher an wie ein CH, beisbielsweise der Schinken; also Jamon ausgesprochen chamon.

und einen Tipp am Rande: Auch wenn ich hier ein paar im Angebot habe, verzichtet besser auf deren Benutzung, der Stolz der Dominikaners ist sehr schnell verletzt. Auch wenn er noch so sehr schimpft, verfahrt nach dem dem Motto „der Klügere gibt nach“.


Hier gehts zu den weiteren Artikel von Land und Leute:

Quelle
Spanisch für die Dominikanische Republik, Kauderwelsch

 

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Bis zum nächsten Mal

Hasta luego.
mikeCee aka Captain Mike Sparrow the steemian of the caribbean


@limesoda



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