Eine Insel – zwei Welten – Haiti und die Dominikanische Republik🏝️ Land und Leute auf der Dominikanischen Republik

Beide Länder teilen sich eine Insel, haben sich aber total unterschiedlich entwickelt: Während die Dominikanische Republik zu einer der beliebtesten Reisedestination in der Karibik gehöhrt , zählt heute Haiti zu einem der ärmsten Ländern der Welt.

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Auf den ersten Blick wirkt die Dominikanische Republik wie ein Paradies:

  • Palmen
  • strahlend blaues Meer
  • und kilometerlange Sandstrände

Rund 6 Millionen Menschen besuchen die Insel jedes Jahr, um hier ihren Urlaub zu verbringen. Aber die Schönheit der vielfältigen Natur und die vielen luxuriösen Hotels täuschen oftmals darüber hinweg, dass die Dominikanische Republik zu ärmeren Ländern Lateinamerikas gehört – und eben auch, dass sich gleich hinter der Grenze Haiti befindet, das ärmste Land der westlichen Welt.

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Etwa sechs Millionen Touristen besuchen pro Jahr die Dominikanische Republik

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Obwohl sich die Dominikanische Republik und Haiti eine Insel(Hispaniola) teilen, könnten sie unterschiedlicher nicht sein. Beispielsweise bei der Infrastruktur: Mit einem guten und vernüftigen Strassenwesen lässt sich in der Dominikanischen Republik ohne grössere Probleme von einem Ort zum anderen reisen. Dagegen braucht man in Haiti für nur wenige Kilometer oftmals eine Stunde oder mehr.

Ein ähnliches Bild zeigt sich auch in anderen Bereichen:

Der Klimawandel trifft Haiti besonders hart

Die riesigen Unterschiede wirken sich unmittelbar auch darauf aus, wie die beiden Länder vom Klimawandel betroffen sind und vorallem wie sie mit desen Folgen umgehen. Die riesige Küstenfläche macht Haiti ganz besonders anfällig für Orkane. Oft dramtische Auswirkungen haben Überschwemmungen, da alle grossen Städte am Meer liegen.

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Viele Menschen leben in Haiti in Siedlungen, die ĂĽber das ganze Land verstreut sind

Und die mangelnde Infrastruktur erschwert zusätzlich schnelle Hilfe aus dem In- oder Ausland, vorallem auch bei anderen Naturkatastrophen. So sind bei dem schweren Erdbeben anfangs 2010 über 220.000 Menschenums Leben kommen.

Holz ist für die allermeisten Haitianer die wichtigste Energiequelle, weil es in keiner Stadt Haitis eine anständige und regelmässige Stromversorgung gibt. Mittunter auch ein Grund, warum die Wälder auf ganz Haiti weitgehend verschwunden sind. Und die kahlen Berge haben Folgen für den Boden; bei starkem Regen wird er schlicht und einfach weggeschwemmt.

Dies verschlechtert die Lebensgrundlage der Menschen im ganzen Land. Im Gegensatz zur Dominikanischen Republik ist Haiti sehr ländlich geprägt und extrem dicht besiedelt. Aber um den Boden auch zu erhalten, ist eine dichte Vegetation sehr wichtig. Normalerweise ereicht man das mit kombinierter Waldwirtschaft und Nahrungsmittelanbau.

Durch eine unterschiedliche Kolonialgeschichte

haben sich die beiden Inselnachbarn so verschieden entwickelt. Die ganze Insel Hispaniola war eigentlich lange unter spanischer Herrschaft – bis Spanien im Jahre1697 den westlichen Drittel an Frankreich abgetreten hat..

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Rund zwei Drittel der Bevölkerung Haitis lebt von der Landwirtschaft

Das sogenannte “Saint-Domingue-Gebiet# entwickelte sich zu einer der reichsten französischen Kolonien. Hunderttausende von afrikanische Sklaven wurden vorallem fĂĽr die Produktion von Kaffee, Kakao, Zucker und Baumwolle dorthin verschifft. Kurz nach einem Sklavenaufstand 1791, wurde die Sklaverei abgeschafft und 1804 nach einem grausamen Befreiungskrieg, die Unabhängigkeit ausgerufen. Von dieser Zeit an hiess „Saint-Domingue“ nun Haiti.

 

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Die Bevölkerung war zwar nun frei, aber die ehemalige Kolonie hatte fortan mit grossen Problemen zu kämpfen. Die riesigen Ländereien wurde so unter unter der Bevölkerung aufgeteilt, dass fast jeder Haitianer ein StĂĽck Land besass. Leben davon konnte aber kaum einer – dafĂĽr die Parzellen waren einfach zu klein.

Eine gemeinschaftliche Bewirtschaftung fand nicht statt, da die haitische Bevölkerung alles andere als homogen ist. Ursprünglich kamen die Sklaven aus mehr als hundert unterschiedlichen Ethnien und hatten generell nichts miteinander zu tun. Und dieses Muster setzt sich leider bis heute fort.

Der SchlĂĽssel fĂĽr neue Perspektiven ist die Vegetation

Die meisten spanischen Siedler zogen, nach dem sie auf ihren zwei drittel der Insel viele Rohstoffe abgebaut hatten, weiter nach Mexiko. Dadurch gab es in der Kolonie „Santo Domingo“, der späteren Dominikanischen Republik, bald nur noch Viehwirtschaft. Dort hat sich im laufe der zeit eine eigene, homogene, spanisch-stämmige Gesellschaft mit nur einer ganz schmalen Schicht von dieversen afrikanischen Sklaven entwickelt.

Und weil es weniger verschiedene Ethnien gab, wurde die Dominikanische Republik bald politisch und wirtschaftlich viel stabiler war als ihr Nachbar Haiti. Trotz Bürgerkriegen und auch Diktatoren es dem Land gelungen, in den letzten 50 Jahren ein demokratisches politisches System zu etablieren. Der Tourismus zählt zu den Haupteinnahmequellen de Dominikanischen Republik.

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An der Grenze zwischen Haiti und der Dominikanischen Republik

Davon ist Haiti noch sehr sehr weit entfernt. Spezielle Wiederaufforstungsprojekte sind ein konkreter Schritt, den Menschen in dem massiv krisengeplagten Land wieder zu einer akzeptablen Lebensgrundlage zu verhelfen. Und neu bewaldete Flächen verhindern ebenfalls Erdrutsche durch Unwetter und Überschwemmungen.

Die Dominikaner hatten bereits in der Vergangenheit viel stärker auf die Vegetation geachtet. Heute versuchen tausende von Haitianern wegen der deutlich besseren Lebensbedingungen in die Dominikanische Republik einzuwandern, Zuflucht und Arbeit zu finden. Für viele Haitianer ist ihr Nachbar noch immer ein Paradies, obwohl es auch nicht zu den wohlhabenden Ländern Lateinamerikas gehört.


Hier gehts zu den weiteren Artikel von Land und Leute:

Quelle
pregonlatino
Wikipdia Hispaniola
Wikipedia Haiti


Bis zum nächsten Mal

Hasta luego.
mikeCee aka Captain Mike Sparrow the steemian of the caribbean


@limesoda



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