Teil 2 – Das grosse Wasserproblem – Sterben vor Durst!🏝️ Umwelt und Natur in der Dominikanischen Republik

„Sterben vor Durst“ – trotz der grössten Wasserquellen im Lande!

Paradox? Nein voller Ernst und eine riesige Katastrophe im Südwesten der Dominikanischen Republik.

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Schon im ersten Teil Das grosse Wasserproblem habe ich euch über die grosse Wasserknappheit berichtet. Mitunter führt dies hier zu:

  • massiven Ernteverlusten durch Trockenheit und fehlendem Wasser
  • Reduzierung oder dem Totalverlust des Viebestandes
  • der Absenkung oder Versiegung der Stauseen
  • Austrocknung von Seen, Bächen und Flüssen

Ganz ein anderes Problem

hat jedoch Bahoruco im Südwesten der Dominikanischen Republik. Paradoxerweise die Provinz mit den grössten Wasserquellen hier auf der Insel; mit dem „Lago Enriquillo“ im Norden und den vielen Flüssen – die Bewohner der Stadt und Region „Sterben vor Durst“.

Wegen Trockenheit? Nein, es fehlt schlicht und einfach an einem guten und effizienten Kanalisationssystem, welches das kostbare Nass auch in der Region sinnvoll verteilt.

In den nahen Gebirgsketten von Neyba und auch Bahoruco gibt es eine ganze Reihe von mittleren und grösseren Flüssen wie beispielsweise den Yaque del Sur, der zweitgrösste Fluss des Landes und den Postrer Río. Hinzu kommen auch verschiedenste Quellgebiete wie der Sierra de Neybaund viele andere mehr. Flüsse und Quellgebiete werden aber ausschliesslich für die wichtige Landwirtschaft genutzt.

Ein paar wenige Gemeinden im unteren Teil der Neyba haben Wasser. Alle anderen leiden zum Teil unter massivsten Wassermangel. Sie verlangen seit über mehr als 40 Jahre nach Wasser. Sie verlangen ein effektives Kanalsystem, welches nebst der landwirstschaft auch die Wohngebiete mit Wasser versorgt.

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Eigentlich ist Bahoruco ja mit mit Wasser mehr gesegnet, dennoch fehlt es überall an der lebensnotwendigen Flüssigkeit.

Wasser ist Leben, doch die Regierung lässt die Bewohner hier schlicht und einfach austrocknen.


Schlimmstes Beispiel Altamira:

eine Siedlung mit 550 Häusern in der Gemeinde Tamayo. Ironie des Schicksals hier: Der wasserreiche Rio Yaqui del Sur fliesst in nur drei Kilometern Entfernung vorbei, aber seine dringend benötigten Wassermengen reichen nicht nach Altamira. Kein einziges Tröpfchen! Mit einem mehr als schlechten Wassersystem hat man sich selber beholfen, doch das Wasser ist braun wie Schokolade und an der seiner Oberfläche hat sich eine spezielle Pflanze gebildet die Alqitira heisst und mit dem Wasser schwimmt. Nebst der Verschmutzung ist das Wasser auch nur „tröpfchenweise“ vorhanden und damit eine sinvolle Nutzung für die Menschen ausgeschlossen.

Und die Folgen des Wassermangels

sind ganz deutlich sichtbar. Tausende von Kindern leiden an verschiedensten Pilzerkrankungen, die Frauen an Scheiden-Infektionen. Es fehlt neben dem Wasser auch an wichtigen Medikamenten, um die erkrankten Menschen behandeln zu können. Folgen des stark verunreinigten Wassers sind:

  • Haut- und anderen Infektionen
  • Durchfälle
  • Erbrechen
  • Probleme im Magen-Darmtrakt

Die Bewohner fordern

neben sauberem Wasser auch ein Aquädukt, damit immer genügend Wasser vorhanden ist, für Haushalt und Landwirtschaft. Platanos, Paprika und Wassermelonen – hier wird viel angebaut. Leider sind die Ernten aufgrund der Wasserknappheit sehr gering. Wasser liefert der Wasser-LKW für den Haushalt, da fliessendes Wasser nicht vorhanden ist. Da wiederum kostet viel Geld, was die Leute nicht haben. Ein Teufelskreis.

Und die wenigen Häuser, die über einen Wasseranschluss verfügen, bekommen dieses auch nur alle 6- 7 Tage geliefert. Was aber dort durch die Leitungen fliesst, ist eher eine trübe Suppe.

Wasser wäre im Überfluss vorhanden in den nahefliessenden Gewässer, leider scheitert es hier an der Verteilung.

Ein teuflischer Kreislauf!


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Hier gehts zu den weiteren Artikel von Umwelt und Natur:

Quellen:
CIMH (Karibisches Institut für Meteorologie und Hydrologie)
Wikipedia deutsch


Bis zum nächsten Mal

Hasta luego.
mikeCee aka Captain Mike Sparrow the steemian of the caribbean


@limesoda



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